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Im Labor der Moderne: Ovid, Metamorphosen – Trailer zur YouTube-Vorlesung

Ovids Metamorphosen zeigen eine Welt im rasenden Wandel, zeigen die Flucht der Erscheinungen, die großen und kleinen Dramen in Natur und Kunst, von Leben und Tod. Und sie zeigen das Gesicht des Menschen! Wer hätte gedacht, daß das unverhüllte Antlitz in unseren Tagen noch einmal zum größten aller Wunder werden würde? In einer Welt, in der nichts bleibt, wie es ist, schafft es Struktur und Orientierung und eben jene Kontinuität, nach der sich so viele entwurzelte, getriebene, verzweifelte Glückssucher sehnen. Und nicht nur sie!

Die Vorlesung soll einen Zugang zum erzählerischen Hauptwerk des Ovid bahnen: als Schauplatz eines Spiels zum Teil noch ungeahnter Möglichkeiten. Sie zeigt den Künstler in seiner Werkstatt, wie er in immer neuen Anläufen eine Welt gewinnt, die zu elaboriert und kleinteilig ist, um sie in flüchtigen Lektüren nachzeichnen zu können, und die zu groß, viel zu groß ist, sie auf die Bühne nur des augusteischen Rom zu bannen. Sie zeigt den Künstler im Labor der Moderne.

An Ovids Metamorphosen kommt nicht vorbei, wer die Geschichte und Entwicklung der Schönen Künste (Literatur, Bildende Kunst, Musik), aber auch mancher Wissenschaften wie der Anthropologie, der Religionswissenschaft, der Ethnologie und Soziologie verstehen will.

Die Vorlesung richtet sich an alle, die, ob an der Schule, an der Universität oder wo auch immer, neugierig geworden sind auf Roms größte Geschichte, diesen phantastischen Vorausblick auf die Biographie des Menschen.

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